Am Jahresende kalkulieren wir die Kosten, die für unseren Betrieb im folgenden Jahr anfallen werden. Diesen Betrag teilen alle Genoss*innen untereinander auf: Jeder zahlt das, was er/sie aufbringen kann – wer kann, zahlt mehr, wer nicht kann, nicht. Das ist einer der solidarischen Aspekte der SoLaWi.
Jahresplanung
Die verschiedenen Bereiche – Gärtnerei, Logistik, Verwaltung, usw. erstellen vor der Bieterrunde eine Jahreskalkulation – also eine Berechnung, was es kosten wird, für alle Ernteteiler*innen im nächsten Jahr Gemüse zu produzieren. In dem Budget enthalten sind auch die Kosten für den Betrieb der Genossenschaft, also z.B. Büroarbeiten, Buchhaltung, Marketing oder Versicherungen. In der Bieterrunde wird das Budget erklärt und es werden Fragen beantwortet.
Ablauf der Bieterrunde
Am festgelegten Termin im November treffen wir uns, um die Bieterrunde durchzuführen.
Das Jahresbudget wird kurz vorgestellt (Ausgaben, Einnahmen). Hieraus ergibt sich für jede Kistengröße ein eigener Preis-Bereich. Jede*r Anwesende erhält einen Zettel, auf dem sie/er ein verbindliches Gebot dafür abgibt, wie viele Ernteeinheiten sie/er haben möchte und wie viel sie/er bereit ist, dafür pro Woche zu zahlen. Auch wer keinen Ernteanteil beziehen möchte, kann ein Gebot abgeben. Dieser Betrag trägt zur solidarischen Finanzierung der Ernte bei. Die Gebote werden eingesammelt und es wird berechnet, ob damit die nötigen Einnahmen zusammenkommen, um die Ernte zu finanzieren. Wenn die Summe der Gebote nicht ausreicht, um die Ernte zu finanzieren, ist ein weiterer Durchgang nötig. Seit Bestehen des Regionalkollektivs war das aber noch nie der Fall.
Du bekommst vor dem Termin zusammen mit der Einladung genaue Information, wie das funktioniert. Und auch in dem Termin selbst wird alles nochmal genau erklärt.
Solltest du an dem Termin verhindert sein, kannst du vorweg bis zu drei Gebote schriftlich abgeben. Du kannst aber auch jemanden mit einer schriftlichen Vollmacht schicken, der/die für dich die Gebote abgibt.
Falls Du kein Gebot abgibst und Dich nicht vertreten lässt, behältst Du Deine aktuelle Kistengröße bei. Du bezahlst dann einen durchschnittlichen Preis entsprechend den von Deinen Mitgenoss*innen abgegebenen Gebote.