Genossenschaft

Das Solawi-Modell

SoLaWi steht für Solidarische Landwirtschaft.

Gemüseproduktion sollte generell regional, saisonal und solidarisch sein. Um das möglich zu machen, schließen sich in einer SoLaWi Menschen zusammen, die Lebensmittel anbauen, und Menschen, die sie essen möchten.

Die Mitglieder – oft „Solawistas“ genannt – tragen die Kosten für den Anbau solidarisch und gemeinschaftlich. So wird die Landwirtschaft gemeinsam finanziert: Die Gärtnerinnen und Gärtner bauen Gemüse an, und die Ernte wird anschließend verteilt. Je nach Saison und Witterung fällt die Ernte größer oder kleiner aus – alle tragen die guten wie die schwierigeren Ernten gemeinsam.

Ein Gemüseanteil wird immer für ein komplettes Jahr übernommen. Dadurch ist die Finanzierung des Anbaus bereits im Voraus gesichert und die Mengen können passend geplant und angebaut werden. Die Mitglieder sind damit keine klassischen Kundinnen und Kunden. Sie sind ein wichtiger Teil des landwirtschaftlichen Projekts und tragen die Gärtnerei als Gemeinschaft.

In einer SoLaWi geht es also nicht nur darum einzukaufen – es geht darum, nachhaltige Landwirtschaft gemeinsam zu ermöglichen.

Warum eine Genossenschaft?

Um das auf wirtschaftlich tragfähige Füße zu stellen, haben wir eine Genossenschaft gegründet. Diese Rechtsform unterstützt eine solidarische und faire Mitbestimmung aller Genoss*innen und bietet einen belastbaren Rahmen für Mitglieder und Vertragspartner. Unsere Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern fließen in den Erhalt und in den Ausbau des Kollektivs. Wir handeln basisdemokratisch, fair und transparent.

Um unser Gemüse zu beziehen, musst du Mitglied in der Genossenschaft werden und Genossenschaftsanteile im Wert von mindestens 200 Euro erwerben. Damit bist Du auch (Mit-)Unter-nehmer*in der Regionalkollektiv eG. Du kannst auch Genoss.in werden, ohne Gemüse zu beziehen und unterstützt uns durch den Erwerb Deiner Anteile.

Das Rückgrat und der Sinn des Regionalkollektivs sind jedoch die Genoss*innen, die auch einen Erntevertrag abschließen und wöchentlich unser Gemüse beziehen. Sie bezahlen jede Woche für ihren Anteil an der Gesamternte und finanzieren damit die Produktion des Gemüses (Gärtner, Pacht, Saatgut, Geräte etc.).
Das Eigenkapital der Genossenschaft bilden die verkauften Anteile aller Genoss.innen.

Die Preise für die Gemüsekisten legen die Mitglieder jährlich in der soganennten „Bieterrunde“ fest.

Wie der Betrieb konkret abläuft

Nach der solidarischen Finanzierung plant das Gärtnerteam die Saison und baut das Gemüse an. Die Ernte wird regelmäßig an die Mitglieder verteilt. Grundsätzliche Entscheidungen trifft die Genossenschaft gemeinsam, die praktische Umsetzung liegt beim Gärtner- und Logistikteam.

Alle Details über die Genossenschaft und unsere Arbeitsweise findest Du hier in der Satzung.