Fragen und Antworten zur Genossenschaft

Alles, was Du über das Regionalkollektiv wissen willst

Was habe ich davon, wenn ich Genoss*in werde?

  • Du nimmst Deine Gemüseversorgung in die eigenen Hände und kannst selbst mitplanen, was auf unseren Feldern angebaut wird.
  • Du unterstützt eine ökologische Landwirtschaft.
  • Du bist Teil einer Gemeinschaft gleichgesinnter Genoss*innen, denen die Umwelt wichtig ist und die aktiv etwas dafür tun wollen. Wer Lust hat, kann mit uns gemeinsam arbeiten, diskutieren, feiern.

Was kostet eine Mitgliedschaft?

  • Du bezahlst einmalig 200 Euro (das sind zwei Genossenschaftsanteile à 100 Euro) und bist damit Genoss*in im Regionalkollektiv Landshut. Es steht Dir frei, auch mehr Anteile zu erwerben.
  • Als Genoss*in kannst Du ein Abonnement für eine Gemüsekiste abschließen und erhältst dann regelmäßig deinen Ernteanteil.
  • Es gibt auch eine Fördermitgliedschaft, für diejenigen, die keine Kiste wollen: Dabei bezahlst Du deine Einlage von zwei Genossenschaftsanteilen und einen Förderbeitrag von 50 Euro.

Wie finanziert sich das Ganze?

Das Regionalkollektiv ist eine Genossenschaft und damit eine erprobte Rechtsform für Unternehmen, in denen alle gleichberechtigt mitbestimmen. Das Geschäftsmodell basiert auf einer soliden Kalkulation, die für alle Mitglieder transparent ist: Das Unternehmenskapital setzt sich zusammen aus den Gebühren für die Genossenschaftsanteile, plus den Beiträgen für die Gemüsekisten. Daraus werden die Ackerpacht, der Gärtner, Saatgut etc. bezahlt. Gewinne werden konsequent in das Unternehmen re-investiert.

Gibt es verschiedene Gemüsekisten und was kostet diese?

Hier könnt ihr uns noch dabei helfen rauszufinden, was gebraucht wird: Die Gemüsekiste, die Du einmal die Woche erhältst, kostet je nach Größe zwischen 18 und 25 Euro. Wir werden einen Basispreis und einen Solidaritätspreis anbieten, so dass Leute, die es sich leisten können und wollen, solidarisch mehr bezahlen können. So ist es für uns auch möglich, Menschen mit wenig Geld die Option zu bieten, ihre Gemüsekiste durch reine Arbeitsleistungen zu finanzieren.

Wird meine Kiste zu mir nach Hause geliefert?

Nein, am Anfang nicht. Wir werden in Landshut zwei oder drei zentrale Verteilstellen einrichten, an denen Du deine Kiste an einem bestimmten Tag abholen kannst. Wo diese sein werden, erfährst Du rechtzeitig.

Unsere Ackerflächen

Wir haben Ackerflächen von bis zu drei Hektar von einem Biobauern der Region zur Verfügung gestellt bekommen. Derzeit bewirtschaften wir 2.500 qm (alles schon bepflanzt. Der Acker liegt kurz hinter Kirchberg in der Gemeinde Kröning, das ist etwa 18 km von Landshut entfernt.

Mit dem Auto ist es eine knappe halbe Stunde. Wir bilden in der Regel Fahrgemeinschaften. Für sportliche mit dem Radl (E-Bike empfehlenswert, wegen der Moränenlandschaft) und leider ganz schlecht ist der Acker mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen:

Es gibt die Buslinie Nr. 310 Landshut-Marklkofen

  • Mo-Fr um 13:33 / 16:40 / 18:40 Uhr vom HBF Landshut – Die Aussteigehaltestelle ist Oberkirchberg, dann sind es noch ca. 1 km bis zum Feld
  • aber zurück geht’s nur um 14:45 Uhr

Aktionstage am Acker

Wir haben regelmäßige „Gartentage“ jeweils am Samstag. Wir treffen uns um 14.00 Uhr gegenüber der Tafernwirtschaft Schönbrunn (am Parkplatz bei den Wertstoff-Containern) und fahren gemeinsam. Wer individuell anreist, der fährt das Schweinbachtal entlang, immer geradeaus, durch Adlkofen und Kröning bis Kirchberg. Nach dem Ortsende geht es rechts weg zu unserem Acker – wenn du genau hinschaust, siehst du die  Spitze vom Tipi und unseren Bauwagen.

 

Angersdorf und Moritz‘ Hof

Unsere Flächen liegen genialerweise „gleich ums Eck“ vom Hof unseres Genossen Moritz, der sich freut, seinen Hof für die Genoss*innen des Regionalkollektivs zu öffnen. Wir treffen uns dort hin und wieder nach der Feldarbeit am Lagerfeuer und sagen Dankeschön für die Gastfreundschaft.

Sind die Felder ökologisch bewirtschaftet?

Ja, der Biobauer Martin, der uns die Flächen zur Verfügung stellt, ist ein Bio-Urgestein und wirtschaftete seit vielen Jahren ökologisch.

Wirtschaften wir auch mit Permakultur?

Am Anfang arbeiten wir „nur“ biologisch, ohne gleich die ganze Kultur auf Perma umszustellen. Langfristig ist das eine Überlegung, die wir in der Generalversammlung entscheiden müssen. Voraussetzung ist dabei, dass wir die Ackerflächen langfristig behalten können, da es mehrere Jahre dauert, bis sich ein Permakultursystem richtig etabliert.

Muss ich als Genoss*in beim Regionalkollektiv mitarbeiten?

Nein, keiner muss mitarbeiten, außer er hat Lust dazu. Wir stellen einen Gärtner an, der sich ums Anpflanzen, Pflegen und Ernten kümmert.

Kann ich selber auf dem Acker mithelfen?

Natürlich freut sich das Regionalkollektiv über ehrenamtliche Mithilfe auf dem Feld oder beim Packen der Kisten. Denn, je mehr unentgeltliche Hilfe, desto mehr Gewinn bleibt, der dann in Gerätschaften, Gewächshäuser oder Saatgut investiert werden kann.

Gibt es die Genossenschaft schon?

  • Unsere Gründungsveranstaltung ist am 11. April 2019. Wer Genoss*in werden will, kommt um 19.00 Uhr in die Gaststätte Freischütz in der Neustadt Landshut. Dort wird von allen Anwesenden ein Vorstand und ein Aufsichtsrat gewählt. Ab dann geht es richtig los.
  • Es geht jetzt darum, Menschen zu finden, die die Idee mit uns auf den Weg bringen. Sagt es also allen weiter, tragt Euch und Eure Freunde in den Newsletter ein. Alle Interessenten werden dann zur Gründungsveranstaltung eingeladen.

Wann bekomme ich mein erstes Gemüse?

Wir brauchen mindestens 30 Genoss*innen, die eine Gemüsekiste bestellen (und bezahlen), damit sich der Anbau auf dem Acker wirtschaftlich rechnet. Wenn es soweit ist, sagen wir gleich Bescheid.

Stand: 21.3.2019